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Deswegen verkaufen wir keine Billigpools aus China ala Intex, Bestway und Co.

ARD Ratgeber Technik testet Billigpool. Was taugen die und macht deren Wasserqualität eventuell krank?

Swimmingpools waren lange der pure Luxus, nur was für Leute mit Villen, Riesengärten und Hausmeister. Das einfache Volk konnte sich höchstens ein popeliges Planschbecken für die Kinder leisten. Mittlerweile ist das anders. Die Planschbecken sind quasi erwachsen geworden. Badespaß auch für die Großen, zum ganz kleinen Preis. Fragt sich nur, wie lange der anhält und was ihn im wahrsten Wortsinn trübt. Für Ratgeber Technik hat Alexandra von Samson drei Billig-Pools unter harten Praxisbedingungen getestet. Sie betreibt einen Reiterhof in der Heide über den ständig eine Schar erhitzter Kinder tobt. Und die tobte für uns auch durch die Pools.

Die Kandidaten
Alle drei Kandidaten haben ein Fassungsvermögen von etwa 6.000 Litern Wasser. Der Durchmesser beträgt etwa 3,60 Meter, die Höhe cirka neunzig Zentimeter. Im Lieferumfang bei allen Pools: eine Leiter und eine kleine Filteranlage.

Familiy QuickUp Pool
er Pool richtet sich selbst auf, wenn der obere Wulst aufgepumpt und Wasser eingelassen wird. Vergleichbare Modelle werden gerade überall verscherbelt: bei Discountern, in Baumärkten und im Versandhandel.

Econo-Becken
Er ist zwar 100 Euro teurer als der QuickUp Pool, wirkt dafür aber besonders robust. Schließlich wird im Prospekt auf die "verzinkte Stahlwand" hingewiesen.

Stahlrahmenpool
Es ist also am teuersten, dafür wird das große und schwere Paket direkt in den Garten geliefert.

Der Aufbau
Der "Family QuickUp Pool" kommt harmlos daher: Schließlich muss nur der Wulst aufgepumpt werden und der Rest erledigt sich von allein wenn das Wasser einläuft. Aber der erste Eindruck täuscht. Mit einer gewöhnlichen Luft- oder Fußpumpe, die sonst bei Gästematratzen zum Einsatz kommt, ist es allerdings nicht getan. Nach etwa einer Stunde beharrlichen Pumpens hatte Testerin Alexandra von Samson zwar ein lahmes Bein, aber noch lange keinen fertigen Pool. Wer kann, sollte gleich zum Kompressor greifen. Auch die Befüllung mit Wasser erfordert reichlich Ausdauer. Wer nicht zufälligerweise ein guter Freund der Feuerwehr ist, und deshalb auf seinen Gartenschlauch angewiesen ist, der muss mindestens sieben Stunden warten, bis der Pool planschbereit ist.

Beim "Econo-Becken" macht der Aufbau noch weniger Spaß. Die erste Überraschung eröffnet die Gebrauchsanweisung. Darin heißt es, der "Einbau von Betonplatten" werde empfohlen, damit die Bodenschiene sicher und stabil steht. Kein Wunder, dass die Betonplatten mit keinem Sterbenswörtchen auf der Verpackung erwähnt werden, denn das würde zahlreiche potentielle Kunden sicher vom Kauf abhalten. Da die Kosten für die Betonplatten die für den Pool schnell übersteigen würden, verzichtete Alexandra von Samson darauf, suchte nur einen ebenen Untergrund und verlegte einen Vlies, um die Beckenfolie zu schützen.

Die Bodenschiene wird, wie der Handlauf, teleskopartig zusammengesteckt. Eine ziemliche "Frickelarbeit", weil die Teile nicht gut in einander passen. Schließlich wird die "Stahlwand" in die Schiene geschoben. Dafür werden mindestens drei Leute gebraucht und auch dann rutscht die Wabbel-Wand immer wieder aus der Schiene. Alexandra von Samson hatte beim Aufbau tatkräftige Unterstützung von zwei professionellen Pool-Bauern, dennoch dauerte der Aufbau länger als eine Stunde.

Der "Stahlrahmenpool" hingegen entpuppte sich als positive Überraschung. Die Gebrauchsanweisung verspricht vollmundig, der Aufbau dauere mit zwei bis drei Personen nur dreißig Minuten. Und tatsächlich halten Alexandra von Samson und ihre Helfer die Zeit locker ein. Wer einmal ein Zelt aufgebaut hat, kapiert nämlich schnell wie’s geht. Die waagerechten Geländerteile werden mittels eines T-Steckers mit den Pool-Beinen verbunden, die Folien eingehängt, fertig.

Plansch-Stress-Test
Die Tobefestigkeit der Pools testen für uns rund 25 Kinder, die den Reiterhof regelmäßig besuchen. Und wie Kinder so sind: Nicht immer benutzen sie ordnungsgemäß die Treppe, gerne klettern sie auch mal über den Beckenrand. Zwischendurch wird wild geplanscht.

Doch die Pools halten dem Ansturm stand, bis auf einen: ausgerechnet der vermeintlich robuste Stahlwand-Pool. Er weist nach drei Wochen schon heftige Dellen auf. Der Handlauf ist auseinander gebrochen. Schon jetzt steht also fest: Der Stahlwand-Pool ist nichts für Kinder. Am besten geeignet ist er wohl für sittsame Erwachsene, die zuvor auch noch eine ordentliche Betonplatte in den Garten gegossen haben.

Filteranlagen
Alle Pools werden inklusive sogenannter Kartuschen-Filteranlage geliefert. Die sollen grobe Verschmutzungen aus dem Wasser entfernen: Blätter, Äste, aber auch Haare oder Hautschuppen. In den Anlagen stecken Papierfilter. Genormt sind sie nicht. Die Schwimmbad-Profis sind skeptisch. Ihrer Erfahrung nach kommen viele Kunden schon nach kurzer Betriebsdauer in die Poolzubehör-Läden, weil irgend etwas defekt ist. Und dann fangen die Probleme an.

Ersatzteile gibt es meistens nicht, einzig für die Anlage aus dem Econo-Pool werden Ersatz-Filter auch im Poolzubehör-Laden verkauft. Für den Filter des Stahlrahmenpools lässt sich Ersatz bestellen, bei Otto für zehn Euro. Aber für den QuickUp Pool wird es wohl schwer, neue Filter zu bekommen. Wer nicht nur einen neuen Filter, sondern eine ganze Filteranlage kaufen muss, erlebt die nächste böse Überraschung. Denn in einem normalen Poolzubehör-Geschäft gibt es nur Sand-Filteranlagen, und da kostet das billigste Modell schon um die 200 Euro. Es lohnt sich dennoch über eine solche Anschaffung nach zu denken, denn die mitgelieferten Kartuschen-Filteranlagen leisten viel zu wenig, selbst wenn sie voll funktionstüchtig sind.

Wasserhygiene
Bakterien, Viren, Pilze und Sporen landen ganz unvermeidlich in einem Pool. Da das Wasser nicht ständig ausgetauscht wird, können sich die Krankheitserreger vermehren. Es muss also regelmäßig gechlort werden. Alexandra von Samson hat das mit allen drei Pools getan. Sie verwendete sogenannte Maxi-Chlor-Tabletten, die dem glücklichen Pool-Besitzer eigentlich ein sorgenfreies Leben verschaffen sollen.

Für Ratgeber Technik hat der Chemiker Dr. Hinrich Woldmann die Wasserqualität drei Wochen nach Aufbau überprüft. In der Zwischenzeit wurden die Becken nicht permanent genutzt. Oft war das Wetter zu schlecht oder das Wasser zu kalt. Aber schon ein paar Tage Sonnenschein und Kindergeplansche reichten aus, um die Pools bakteriologisch zu verunreinigen. Im Poolwasser wurden E. coli Bakterien nachgewiesen, Darmbakterien, die je nach Immunsystem schon mal einen ordentlichen Durchfall verursachen können. Dazu gesellten sich Pseudomonaden (Pseudomonas aeruginosa), die beispielsweise Ohrenentzündungen verursachen können.

Was hat Alexandra von Samson bloß falsch gemacht? Eigentlich nichts - so Hinrich Woldmann. Das Problem: den Billig-Pools fehlt eine der Wassermenge und Größe angemessene Umwälzanlage. Das Chlor verteilt sich nicht ausreichend im Becken. Die Krankheitserreger konnten sich prima vermehren. Das heißt nun nicht, dass jeder, der in den Pools badet, auch krank werden muss, aber je nach Immunsystem hat das Planschen möglicherweise unangenehme Nebenwirkungen.

Fazit
Luxus kostet: Wer einen stabilen, sauberen Pool haben möchte, der muss dafür richtig Geld hinlegen. Kescher, Chlor, Algenmittel, Wassertestgeräte, Bodenreiniger und Sandfilteranlage kosten ein Vielfaches des Pool-Anschaffungspreises.

Die Alternative: das gute alte Freibad. Denn öffentliche Bäder müssen - anders als private Pools - den strengen Richtlinien der DIN 19643 (Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser) folgen. Deswegen sind die Umwälzanlagen in solchen Bädern hinreichend dimensioniert, die Wasserpflege übernehmen Fachleute und die Wasserqualität wird laufend überprüft. Im Freibad trifft man vielleicht den ungeliebten Nachbarn, aber in der Regel kaum E. coli Bakterien oder Pseudomonaden.

Bericht: Annette Niemeyer, Sendung vom 23.06.2007 17:03 Uhr